Guido

1. Hausdörfer-Seminar auf Sylt vom 08.05.04 bis 15.05.04 – Mit meinen nun inzwischen kurz nach Sylt erreichten 40 Jahren wollte ich noch einmal was für mein Stottern tun. Nachdem ich fast 20 Jahre nichts gemacht habe, habe ich mich in diesem Jahr durch eine glückliche Fügung zu diesem Seminar „Natürlich sprechen auf Sylt” nach der Hausdörfermethode angemeldet.

Nach ca. 6-stündiger Autofahrt kamen wir in Rantum an, wo wir in 4-Bett Apartments sehr schön wohnten, für unser leibliches Wohl sorgten wir selber (und ganz besonders unsere Claudia).
Am ersten Abend lernten wir durch ein paar sehr gute Übungen Vertrauen in die Gruppe herzustellen und stellten uns kurz in einer Vorstellungsrunde vor. Fünf Kandidaten aus unserer ca. 21-köpfigen Gruppe (u. a. auch ich) wurden dabei auf Video aufgenommen, um nach ein paar Tagen den Fortschritt zu sehen. Jeder wird das kennen, selbst unter Stottis fällt das Vorstellen am Anfang nicht so leicht, ganz zu schweigen vom Vorlesen. Als das geschafft war, stellte uns unser Referent Jan in kurzen Worten seine Vorgehensweise und die Ziele dieser Woche vor. Alles klang so einfach, so dass ich glaubte, ich bin auf der falschen Veranstaltung. Diese erklärte Einfachheit durch Sprechruhe zum Erfolg zu gelangen, alles andere geschieht dann von selbst, konnte ich an diesem Abend einfach nicht verstehen. Ich dachte auch, dass auf Sylt etwas an meinem Stottern gearbeitet wird und war sehr positiv überrascht als es hieß, wir arbeiten nicht am Sprechen, sondern beschäftigen uns mit den Ängsten. Das Motto war: Sprechen können wir alle, das brauchen wir nicht zu üben!
Noch nie in meinem Leben war ich so gespannt auf das Bevorstehende…

Nach einem guten gemeinsamen Frühstück fingen wir immer um 9.00 Uhr an. In diesen Tagen hörte ich viel Neues, Worte wie Sprechruhe, Sprechgesetz usw. waren für mich total neu und im ersten Augenblick konnte ich auch damit nichts anfangen. Ab sofort versuchten wir auf unseren eigenen Ton zu hören, durch das Hören auf den Ton verschwand langsam die Beachtung von für mich schwierigen Buchstaben und Wörtern. Auch das Wort „Wort” wurde durch das Wort „Ton” ersetzt, es gab also nicht mehr die Redewendung: „Fall mir nicht ins Wort”, es hieß jetzt, „fall mir nicht in den Ton”. In den ersten Tagen verstand ich noch nicht den genauen Zusammenhang der einzelnen Mosaiksteinchen, aber von Tag zu Tag wurde mir vieles verständlicher und ich begriff langsam die so wichtigen Grundlagen… Jan sagte immer: „Ihr müßt auf jeden Fall die Grundlagen verstehen!” Mittels tönen (also einzelne Vokale oder Wörter lang ziehen) konnte man langsam seine Sprechruhe bemerken, ja förmlich spüren und nach einigen Tagen konnte ich auch die Sprechruhe anderer beurteilen, was mir in den ersten Tagen noch völlig unmöglich erschien. Durch das viele Tönen vor und mit der Gruppe wurde man sich dieser Sache sehr bewußt. Immer wieder übten wir in Kleingruppen und diskutierten das Gelernte, es gab zeitweise großen Diskussionsbedarf, der aber alle meist weiterbrachte.

Auch die Freizeitaktivitäten kamen nicht zu kurz. Nach dem Mittagessen, gab es vom Organisator Lothar immer interessante Angebote (Inselrundfahrt, Wattwanderung, Strand-/Dünenwanderung…). Dabei konnte man wunderbar das Tönen üben, wir stellten uns teilweise eigene Regeln für den Nachmittag auf. Auch die gemeinsamen Abende waren sehr lustig (dank an unseren „Entertainer” Rainer), in großer Runde hatten wir viel Spaß beim Lieder singen, Tischtennis spielen oder einfach nur „dämlich” quatschen.

Die Videoaufzeichnung war sehr gut. Da ich das Glück hatte aufgenommen zu werden, konnte ich sehr schön meine Veränderung sehen, man konnte die erlernte Sprechruhe sehr gut sehen.
Am Schluß der Woche folgte noch eine sehr interessante Invivoübung. Wir liefen am Strand nach Westerland und befragten fremde Leute, ob sie Stotterer in ihrer Familie kennen, erklärten ihnen unsere Therapie und fragten, ob ihnen an unserer Sprechweise etwas auffällt. Die meisten reagierten sehr positiv, junge Leute reagierten sehr ehrlich, aber alle sagten, dass diese langsame und betonte Sprechweise nicht aufgefallen wäre, wenn wir nichts erwähnt hätten. Das war meine erste Invivoübung und ich war total begeistert!

Mit meinen bei Jan gekauften Therapieunterlagen und dem Buch „Durch Nacht zum Licht” fuhr ich voller Euphorie zurück nach Berlin, ich kam mir vor wie vollgetankt mit Wissen, Selbstvertrauen und Lebensenergie. Allerdings warnte uns Jan auch vor dem Alltag, vor dem süßen Gift des flüssigen Sprechens, alles auf Sylt unter „Laborbedingungen” gelernte mußte ich nun in den Alltag bringen…

Zuhause angekommen wurde ich mit viel Staunen über die gute Sprechweise empfangen, alle sprachen mich darauf sehr positiv an, es klappte in den ersten 2-3 Wochen auch wunderbar. Jetzt einen Monat später muß ich weitermachen als mein eigener Therapeut, alte Gewohnheiten schleichen sich wieder ein, man findet nicht mehr so oft seine Sprechruhe und die Euphorie hat sich auch gelegt durch den ganzen Alltagsstreß.
Aber ich habe die Erfahrung in mir, ich habe die Literatur mit der ich alles Revue passieren lasse, so versuche ich das gelernte im „harten Alltag” umzusetzen.
Schade, dass bei der Seminarwoche keine Nachbehandlung von 1-2 Tagen dabei ist, ich glaube, die würde mir jetzt gut tun!

Ich habe viel gelernt, ich habe einen neuen Weg kennengelernt, von dem ich überzeugt bin. Ich habe viele neue Freunde gefunden. Danke für diese Woche auf Sylt!

2. Hausdörfer-Seminar auf Sylt, 30.04.05 – 07.05.05 – Nach meiner ersten sehr positiven Erfahrung mit Hausdörfer habe ich für mich festgestellt, dass das der einzige Weg ist mein Stottern loszuwerden. So meldete ich mich Anfang 2005 zu meiner zweiten „Hausdörfer-Syltwoche” an. Diesmal zusammen mit meiner Frau Elke, die zwar „Normalsprecherin” ist, sich aber sehr dafür interessierte. Im Vorfeld wusste ich ja, das „Normalsprechende” auch von dieser Woche sehr gut profitieren können. So machten wir uns am 30. April mit dem Zug auf nach Westerland.
Einige bekannte Gesichter aus dem Vorjahr waren wieder dabei und viele neue nette Gesichter kamen hinzu. Nach dem ersten Kennenlernabend stieg Jan wieder voll in die Hausdörfertherapie ein und schon am ersten Seminartag wurden mir meine Fehler aus dem vergangenen Jahr klar. Ich bin zum Teil dem süßen Gift des flüssigen Sprechens verfallen und habe im Laufe der Zeit zu wenig in guten Situationen auf meine Sprechruhe geachtet. Meistens zuletzt immer erst dann, wenn es nicht so gut lief (und dann ist es ja zu spät!) ….aber ich muss dazusagen, dass ich nie mehr nach meiner 1. Hausdörferwoche vor einem Jahr in mein altes relativ häufiges Stottern zurückgefallen bin, ja, ich konnte auch immer noch die gelernte Sprechruhe wieder aufrufen, ich tat es nur zu selten, das ganze hatte sich noch nicht letztlich in meinem Kopf verankert. Auch machte ich teilweise wieder den Fehler Wörter und bestimmte schwierige Situationen zu sehen.
Gleich am ersten Tag wurde mir klar, was Jan damit meinte, das man alles bis ins kleinste Detail verstanden haben muss. Dieses Jahr wollte ich mir auf Sylt den „Rest” holen!
Jan erzählte immer, dass es nicht viel ist was man verstehen muss, aber das muss man bis ins kleinste Detail verinnerlichen. Wahrscheinlich ist es schwerer vermutlich kleine Dinge voll zu verstehen als sehr große Zusammenhänge. So baute ich das „Hausdörfer-Haus” mit seinen 3 Säulen und dem Dach noch einmal auf, um meine Basis zu vergrößern.
Es machte mir wieder einen riesigen Spaß auf meinen Ton zu hören und die ganzen Übungen zu wiederholen, die ich vor einem Jahr kennen gelernt hatte. Ich hatte auch einen guten Vergleich mit anderen, die das Seminar vor einem Jahr besucht hatten. Einige hatten aus dem Tönen versehentlich eine Sprechtechnik gemacht und sind bei ihrem Weiterkommen stecken geblieben. Das Tönen dient ja nur dazu seinen Ton bewusst zu hören und das kann man auf viele verschiedene Weisen machen. Dadurch bringt man seine Gedanken mit dem gesprochenen Ton in Einklang und kann überhaupt nicht Stottern!
In diesem Jahr zog ich mein zusätzliches (letztes) Wissen meistens aus Jan’s Nebensätzen, was mir zeigte, das mir noch einige Details zum Ganzen gefehlt hatten. Zum Beispiel sagte ich, dass ich mich wieder besonders auf die Invivoübung freue. Jan antwortete, warum ich mich auf einen bestimmten Tag freue, das ganze Leben, jeder Tag ist eine Invivoübung, überall sind Situationen, in denen man mit seinem Ton spielen und sein Phlegma trainieren kann. Ja, so ist es und so kam ein kleines Detail zum anderen und am Ende war das „Hausdörferpuzzle” fertig – kein Teil fehlte mehr!
In den Tagen kamen in der Runde immer wieder Fragen auf, die Jan meistens mit Gegenfragen beantwortete, was denjenigen zum Nachdenken anregte. Mir fiel auf, dass ich vielleicht 80% der Fragen genauso oder ähnlich wie Jan beantwortet hätte, was mir wiederum zeigte, dass ich alles oder fast alles verstanden hatte. Auch diskutierte ich sehr viel am Abend mit Jan und einigen anderen Teilnehmern, was mir sehr viel brachte. Ja, ich wollte alles verstehen!!

Die Freizeit verbrachten wir auch wieder sehr gut. Es standen Strandspaziergänge, Fahrradtouren und Tischtennisturniere an, Claudia sorgte wie im Vorjahr wieder für das leibliche Wohl, gekocht wurde wieder zusammen. Es sind wieder neue Freundschaften entstanden und alte gepflegt worden, schade, das Jan nächstes Jahr nicht die Syltwoche macht….

Zuhause angekommen ist man ja sehr schnell wieder in seinem Alltag, die Familie und der Job vereinnahmen einen wieder voll. Aber da entstehen ja auch jeden Tag neue Übungssituationen, die ich in diesem Jahr nach meiner 2. Therapiewoche noch bewusster annehme. Ich bin oft am Ton, mir fällt auf, dass ich gar keine Wörter mehr sehe, wenn etwas schief geht (das war natürlich auch schon der Fall), dann stört es mich nicht, ich denke darüber nach und versuche die Ursache zu finden und ärgere mich, das ich meine nötige Sprechruhe nicht gefunden habe. Als eigener Therapeut komme ich derzeit ganz gut zurecht, ich möchte gerne in Berlin ein paar Hausdörferfans kennen lernen, mit denen ich mich austauschen kann und ein gemeinsames Ziel habe. Dazu habe ich mich an die berliner Selbsthilfe gewand – mal sehen….

Vielen Dank für diese schöne Syltwoche!
Guido (+ Elke)

3. Hausdörfer-Seminar auf Sylt vom 02.06.07 – 09.06.07 – Hier kommt nun mein mittlerweile 3. Erfahrungsbericht von der Syltwoche nach 2004 und 2005.
Am 2. Juni kamen wir (Elke und ich) bei sonnigen 21 Grad gegen 14.35 in Westerland mit der Bahn an und erreichten Rantum gegen 15 Uhr mit dem Taxi. In diesem Jahr war ich auf die „neue” Organisation von Claudia gespannt, die uns auch gleich ganz herzlich begrüßte und eine gewohnte nette Atmosphäre schaffte. Nach und nach trudelten dann alle Teilnehmer ein, Zimmer wurden verteilt und nach dem gemeinsamen Abendessen ging die 1. Großrunde los.
Jan war wieder unser Referent und begann die Seminarrunde in gewohntem Stiel. Nachdem wir uns alle ein bisschen kennen gelernt hatten, kamen auch gleich wieder viele nette Gespräche auf. Die Gruppe bestand aus einigen, die noch nie oder wenig etwas mit Hausdörfer zu tun hatten und aus fortgeschrittenen wie mir, die schon alles verstanden haben, aber noch nicht alles nacherlebt/gefühlt haben.
In den Folgetagen ging es dann von 09.15 – ca. 12.30 Uhr um Hausdörfer, Jan hat wieder fast alle Leute in den Hausdörferbann gezogen und gewohnt souverän alles erklärt. Auch ich hatte in der Woche wieder ein paar kleine Erlebnisse, die mir nach und nach den Weg ins „Frei sein” ebnen. Zum Beispiel sprach Jan oft von der Freude mit dem Ton zu spielen, diese Freude konnte ich bisher noch nie so richtig nachvollziehen, jetzt auf Sylt machte es klick, beim Einkaufen in Westerland bei Jensen fühlte ich das erste mal die Sprechfreude, diese Freude den Ton zu steuern und mit meinem Ton rumzuspielen. Das war wieder eine tolle Erfahrung für mich und zeigt mir, dass es auf dem Weg zum „Frei sein” viele kleine Abschnitte gibt und nach und nach hab ich sie fast alle geschafft.
Es ist etwas großartiges, wenn man ein Gefühl, das andere beschreiben plötzlich nachvollziehen kann. Ein anderes interessantes Gefühl war, dass ich bei den Invivoübungen gar kein großes Bedürfnis hatte, dieses unbedingt zu tun, zu erfragen…. in den Vorjahren habe ich immer sehr auf diese Übungen gewartet, jetzt habe ich da schon mein „Ich kann – Gefühl”, das ich nicht mehr bestätigen muss, trotzdem habe ich natürlich mitgemacht und andere Leute bestätigten genau mein Gefühl, also hat es sich noch verstärkt!
Der letzte Abend war ja wieder ein „Bunter” und viele hatten etwas vorgetragen, ich hatte ein Hausdörfergedicht vorgetragen und einen kleinen Hausdörferblues geschrieben zur Gitarre. Beim Vortragen meines Gedichtes wunderte ich mich allerdings über meine enorme Unruhe auf der Bühne, ich hatte ein paar Blocks und kaum Sprechruhe, genau das hatte ich dann am Abend im Bett überlegt und als eigener Therapeut wollte ich mir die Erklärung suchen. Beim Nachdenken kam ich drauf, dass ich mit dem Ton überhaupt nichts gemacht hatte, also keine 2s aufgebaut, wahrscheinlich überwiegte prozentual der kleine Vampir, der mich in dieser Situation besiegt hatte…. Elke brachte mich dann auf folgenden Gedanken: ich hatte in unserer Acappellagruppe immer Angst auf der Bühne etwas zu sagen, das habe ich immer abgelehnt und habe gesagt das kann ich nicht, ich bin Stotti, also schön drin in der „Ich kann nicht – Schleife” und ich glaube sie hatte recht, das war toll analysiert von ihr!! Ist schon toll, wie ein Normalsprechender/Partner dieses verstehen/nachvollziehen kann.
Ansonsten hatten wir wieder viel Spaß in der Gruppe, bei durchweg sonnigem Wetter haben wir viel zusammen unternommen, viele interessante Gespräche geführt, insgesamt eine tolle Zeit gehabt, es haben sich wieder neue Freundschaften gebildet. Besonders schön war die abendliche Fahrt auf dem Partyschiff von List aus um den Ellenbogen, bei herrlichem Wetter standen wir auf dem Deck und haben Cocktails geschlürft und die Abendsonne in Verbindung mit der wunderschönen Natur genossen, danach ging es in Westerland noch weiter….
Jetzt habe ich innerhalb von 6 Wochen 11 Hausdörfertage (Grundkurs im Mai und Syltwoche) erlebt und vieles analysiert, vertieft, neu gefühlt und verstanden…. jetzt warte ich nur noch auf das Gefühl, wo ich behaupten kann ich bin FREI!! Ich besiege dich du kleiner Vampir!!
Meine Vorsätze führe ich weiter:

  • den Ton im Ohr haben, 2s mit Tonwechsel
  • keiner schwierigen Situation ausweichen
  • nicht über das Stottern ärgern
  • vor allen Dingen Hausdörfer im Alltag nicht vergessen, ich versuche jeden Tag einen kleinen Absatz im Buch zu lesen und mache mir kleine Hilfsmittel, wie z.B. einen Zettel am PC wo drauf steht: Ton machen!
  • Jeden Abend im Bett vor dem Schlafen gehen Selbstsuggestion (jeden Tag habe ich mehr Sprechruhe, spiele mit dem Ton und ärgere mich nicht über das Stottern!)
  • mit den anderen in Kontakt bleiben beim Telefonieren und Mailen

Jan, vielen Dank für das unermüdliche Erklären der Hausdörfertheorie, man merkt, du lebst Hausdörfer!! Wenn du merkst ich komme vom Weg ab, dann gib mir ein Zeichen ;-)

Berlin, den 20. September 2007 – Nun bin ich ja seit einigen Wochen Teamleiter und hatte heute meine erste Teambesprechung mit meinem neuen Team, ich hatte 3 Unterweisungen auf dem Plan und mehrere aktuelle Themen…also ich konnte fast 2 Stunden reden… Nun betrachte ich ja derzeit meine Tätigkeit als In Vivo-Übung und ich muss euch sagen, es macht mir riesen Spaß!! Ich war ganz schön aufgeregt, ich hatte auch den Betriebsrat und den Ressortleiter eingeladen. Mein Ressortleiter kam für eine 3/4 Stunde hinzu und es lief super!

Berlin, den 25 Februar 2009 – Es ist ja wieder einiges passiert…Anfang Februar war ich zu einem Bewerbungsgespräch in Bonn (da wollte ich mit Gerald früstücken, hat aber nicht geklappt ;-) … das Gespräch verlief aus meiner Sicht gut, es war nur eigenartig, weil ich mich parallel mit 6 Leuten vorgestellt habe, also eine Situation wie sie Jan nicht besser hätte organisieren können ;-)

Ich hatte überhaupt keine sprachlichen Bedenken vor dem Gespräch, nur inhaltlich habe ich mir schon einen Kopf gemacht… zuerst selbst vorstellen (da wäre ich vor ein paar Jahren schon gestorben), dann Fachfragen beantworten und zum Schluss eine Diskussion zu 6 führen… alles sprachlich kein Problem, selbst wenn mal was war, war das schöne Scheißegalgefühl da… ich hatte das auch mehr als Hausdörferteraphie wahrgenommen als als ein richtiges Vorstellungsgespräch, das war wahrscheinlich auch der Grund, wieso mir auch abgeschrieben wurde…aber sprachlich und menschlich ein tolles Gefühl – eben völlig frei!

Dann läuft jetzt gerade ein Firmenvideo von mir, da hatte ich mich gemeldet und es kam ein Filmteam und hat meinen Firmenalltag gefilmt und mein Hobby (acappella)… manchmal waren da schon Blocks wie ich danach gesehen habe, aber egal… als alle mit Kamera und Mikro und eine Interviewfrau vor mir standen, war ich schon tierisch aufgeregt und ich habe gemerkt wie ich nicht stottern wollte, also ich hatte meinen Laser wieder mehr auf die Sprache gestellt und schon ging es schief…aber egal…wieder eine Erfahrung mehr…ich hatte auch versucht ein bißchen Hausdörfer mit ins Spiel zu bringen, also das man beim Singen nicht Stottern kann usw. …ist schön geworden und ich wurde schon mehrmals darauf angesprochen…

Also ihr seht es läuft gut und ich denke gerne an den Grundkurs zurück, wo ich noch einmal viel gelernt habe und was mir den richtigen Kick gegeben hat!